So oder so ähnlich habe ich meine Freude wohl in die Welt hinausgeschrien. Grund dafür war eine EMail die mich heute morgen von meiner Lieblingspackstation erreichte, mit der Nachricht, dass meine bestellten Abzüge angekommen seien und ich sie durch Einschieben meiner Packstationskarte und Eingeben meiner persönlichen, geheimen und super komplizierten PIN-Nummer abholen könne.

Ich hab noch schnell die Brötchen vom Bäcker geholt, danach in Norwegermanier zurück zum Auto gewalkt und auf auf zur Packstation, die leider viel zu weit weg ist um zu Fuß dorthin zu gelangen. Jedenfalls morgens um halb 9, wenn man noch keinen Kaffee getrunken hat und draußen unglaublich frostige Temperaturen von bestimmt -40°C herrschen. (Nein, ich musste das Auto nicht von einer zentimeterdicken Eisschicht befreien, von daher werden es wohl noch über 0°C gewesen sein. Oder knapp darunter. Ist ja auch egal, war jedenfalls kalt.)

Nachdem der Kaffee aufgesetzt, der Frühstückstisch gedeckt und das Lieblingsmädchen geweckt waren, konnte ich mich den Abzügen widmen. Die Spannung beim Aufreißen des Kartons wurde von der Euphorie beim Anschauen der Fotos abgelöst. Es ist immer wieder erstaunlich, wie vollkommen anders Bilder auf Papier in der Hand im Gegensatz zu den gleichen Bildern auf dem Monitor wirken. Ob es allein die haptische Wahrnehmung ist oder ob da noch andere Dinge mitspielen, weiß ich nicht. Es ist jedenfalls ein absolut geiles Gefühl, seine eigenen Bilder in der Hand zu halten.

Was ich also eigentlich sagen will: Lasst Abzüge von euren Bildern machen! Oder wenn ihr analog fotografiert und die Möglichkeit der Nutzung einer Dunkelkammer habt, macht sie selbst! Gebt euch nicht damit zu frieden, dass die Bilder auf der Flimmerkiste gut aussehen, sie in der Hand zu halten ist einfach lim(x^x) für x → ∞ mal geiler. (Für alle, die mit Mathe nichts am Hut haben: lim(x^x) für x → ∞ = unvorstellbar viel.)

So langsam wird es zwar langweilig, aber ich poste trotzdem mal wieder nur Bilder. Dieses Mal die ersten Farbbilder die ich mit der Rolleiflex gemacht habe. Ich bin von dem Film so ziemlich durchweg begeistert und er hat sich jetzt schon einen festen Platz in meiner Filmschachtel gesichert. Da ich Farbfilm (noch) nicht selbst entwickle, suchte ich mir ein gut aussehendes Fotolabor in meiner Nähe und bin bei Printax gelandet. Sehr freundliche, nette Menschen dort, die Entwicklung ging schnell und alles war total unkompliziert. Habe bei den Negativen keinerlei Fehler gefunden, anfangs war zwar nach dem Scannen ein Kratzer zu sehen, allerdings musste ich mit bedauern feststellen, dass dieser auf dem Scanner ist. Na ja, shit happens. So, Fotos nun.

Rolleiflex. Fuji Color PN 160NS. Schön smooth.

Heute dann mal ohne viel Text Teil zwei der Rügenbilder. Canon 50D. Carl Zeiss Planar T* 1,4/50. Alles schön bunt.

Kurz vor Semesterbeginn machte ich noch mal eine Woche Urlaub auf Rügen. Die Kamera war natürlich dabei. Da ich Blogposts mit vielen Bildern irgendwie nicht mehr so abkann, starte ich heute mit einer kleinen Rügenserie. Wie viele Teile es geben wird, weiß ich noch nicht genau, aber vermutlich zu jeder Kamera und jedem Filmtyp eine. Aber mal abwarten.

Rolleiflex. Kodak Tri-X 400. Alles schön schwarzweiß.

… und wird für mich ein ziemliches Arschlochsemester. Ich habe dieses furchtbar tolle Talent, Dinge, die mir nicht gefallen und an denen ich keinen Spaß habe, einfach wegzuschieben und zu vergessen, oder mit Glück irgendwann später einmal zu machen. Darunter fällt zum Beispiel Fensterputzen, Staubwischen und ähnliches. Leider aber auch das Hören von Vorlesungen. Man trifft im Laufe seines Studiums auf einige Vorlesungen, deren Themen einen einfach schlicht und ergreifend überhaupt nicht tangieren. Sie sind einfach nicht interessant genug um sich dafür aufzuraffen.

(Falls dies die betreffenden Professoren lesen sollten, was ich aber absolut bezweifle: Es tut mir leid, aber Sie haben einfach scheiß Themen! Und Ihr Vortragsstil trägt nicht unbedingt dazu bei, die Vorlesung in irgendeiner Art und Weise spannender zu gestalten. Im Gegenteil.)

Und das aller schlimmste ist ja, die Veranstaltungen sind Pflicht. PFLICHT. Auf der Uni. Nicht, dass ich nur Hausaufgaben abzugeben habe um die Prüfung schreiben zu dürfen, nein, ich muss auch noch Dinge besuchen, die mich nicht interessieren. Grundlagen und so. Spannend. Nicht. Aber das war vermutlich schon immer so. Tja, so ist es nun mal. Aber wenn man an das Ende seines Studiums kommt, stehen dort einfach noch keine Noten, die nötigen Kreditpunkte (hach!) sind noch nicht gesammelt. Und so werde ich also fast alle (einige von diesen habe ich Gott sei Dank zwischendurch immer mal gehört) von diesen Arschlochvorlesungen dieses Semester hören und mich durch die Prüfungen quälen.

Ein kleines Trostpflaster bleibt. Ich schreibe zeitgleich an meiner Bachelorarbeit. Thema ist was total interessantes, theoretisches, abgefahrenes… exploration of grid graphs. Vermutlich werde ich dazu zu gegebener Zeit etwas detaillierteres schreiben, aber im Groben und Ganzen geht es erstmal um Punkte, die über Linien unter bestimmten Voraussetzungen miteinander verbunden irgendwo in der Ebene liegen und die man sich ganz gerne mal angucken will. So in etwa jedenfalls.

Also dann, horri-D’OH !

« 1 2 3 4 5 6 7 8 ... 14 »