Schon lange habe ich das Chemiepaket hier stehen, schon lange habe ich damit keine Cyanotypien mehr gemacht, seit langem wollte ich schon mal wieder was machen und seit kurzem habe ich auch endlich wieder etwas Lust dazu. Und da ich den Abend zuvor auch noch eine kleine Serie meiner Freundin aufnahm, bei der sich das ein oder andere Bild meiner Meinung nach schon gut für eine Cyanotypie eignen würde, kam direkt mal dieses Nägelköpfeprinzip zur Anwendung.
Mit den Ergebnissen bin ich zuerst einmal zufrieden, allerdings ist mir wieder einmal aufgefallen, wie schnell sich bei mir der Geschmack in Sachen Fotografie, Bildausdruck und sonst was ändert. Zum Beispiel fand ich diese weit auslaufenden Linien (linker Rand) in der Anfangszeit in der ich mich mit dem Thema Eisenblaudruck befasste, total spannend und toll. Bei diesem Bild passt es mir überhaupt nicht und ich werde wohl ein weiteres Mal mit diesem Motiv arbeiten, diesmal aber mit einem kompakteren Rand (wie rechts). Außerdem mag ich diese ganz dunkelblauen Stellen nicht mehr. Kontrast hin oder her, ich glaub ich brauche bei den nächsten Bildern noch mehr Mitteltöne und Lichter (linker + unterer Bildteil), statt der dunklen Schatten (rechts oben).
Außerdem mag ich das größere Format. Die kleinen 15×15 Sheets sind zwar schön und gut, aber irgendwie wirkt es in groß einfach noch mal um einiges mehr. Kann aber auch wieder sein, dass es, wie beim Rand, auf das Motiv ankommt. Zwischenzeitlich kam mal die Überlegung, auf VanDyke zu wechseln, einfach wegen des Bildausdrucks aufgrund der Farbe, allerdings glaube ich, sind Erfahrungen mit der Cyanotypie nicht verkehrt, wenn ich irgendwann mal VanDyke machen sollte.
Von daher, gogo cyanotype!

© 2011-2012 christian rieck.
Ich glaub ich muss das auch mal ausprobieren, find das ja schon ziemlich cool
Hätte mir hier die rechte Gesichtshälfte etwas heller gewünscht. Oder aber nur die linke Hälfte und dafür links mehr Platz, dann hätten auch die Linien gepasst. Kannst du da nicht mal was mit Photoshop hinbasteln?
Du solltest es definitiv ausprobieren =p
Ja, wie gesagt, ich mag die dunkle Seite auch nicht so gern. Im schwarzweißen Original ist sie wiederum total gut. Muss da noch weiter experimentieren, dafür muss ich aber erstmal wieder zu Spürsinn Papier kaufen fahren
Also ich mag es genau so.
Die Linien am Rand passen zu ihrem Blick und vereinen sich mit den Haarsträhnen. Zu der Blickrichtung passt auch wunderbar der nicht so fransige rechte Rand! Ich finde es auch rechts nicht zu dunkel, sondern gut, denn das Auge wird so auf die helleren Flächen gelockt. Außerdem zwingt es, etwas genauer hinzuschauen – gerade bei Cyano muss das sein. Das ist nichts für flüchtiges Internetgeklicke. Und da mit Photoshop dranzugehen, wäre ein Verbrechen!
(Papier ist gerade wieder in größerem Umfang gekommen, musst also keine Panik haben)
Gratulation!
Mir gefällt die Randgestaltung richtig gut, weil das Auslaufende, Zerrissene exakt in die Blickrichtung der abgebildeten Person geht.
[...] dieser Cyanotypie bin ich um einiges zufriedener als mit der Letzten, kann aber gar nicht genau sagen warum. Auch hier wieder recht weit auslaufende Seitenränder, die [...]