Heute war der erste Tag des Triduum Sacrum, einer Dreitagefeier in der christlichen Liturgie. Sie ist Teil der Karwoche, der letzten Woche der Passionszeit und damit die Einleitung der Osterzeit. Das Triduum Sacrum beginnt mit dem Karfreitag als Tag des Sterbens Jesu, erstreckt sich über den Karsamstag als Tag der Ruhe und endet mit dem Ostersonntag, dem höchsten Feiertag im christlichen Kirchenjahr, an dem wir seiner Auferstehung gedenken.
Ich habe heute, zusammen mit meiner Freundin, Eier gefärbt. Wie jedes Jahr zu Ostern. Rot. Blau. Orange, gelb und grün. Sie liegen nun hier bei uns in einer Schale, gebettet auf grünem Ostergras. Einige haben Schleifen. Einige nicht. Manche sind zweifarbig. Andere wiederum nicht. Aber warum? Warum färben wir Eier? Ich bin nun schon fast 24 Jahre alt und habe mir anscheinend bis heute nie Gedanken über diese »Tradition« gemacht, denn ich konnte mir die Frage nach dem »warum?« nicht beantworten.
Tja, ich kann sie immer noch nicht beantworten, denn es scheint auf diese Frage keine eindeutige Antwort zu geben. Jedenfalls habe ich keine gefunden. Am Wahrscheinlichsten, und für mich am Einleuchtensten, geht das Verschenken von Eiern zur Osterzeit auf die Symbolik des Eies zurück. Dies gilt nämlich in vielen Ländern als Zeichen für wiederkehrendes Leben. Auch für die Christen ist das Ei zum Symbol für die Auferstehung geworden. Wie das Küken beim Schlüpfen die Schale des Eies zerbricht, durchbrach Jesus bei der Auferstehung sein Felsengrab. Auferstehung, Entstehung neuen Lebens. Merkt ihr was? Ob das jetzt kitschig klingt oder nicht ist mir eigentlich ziemlich egal, aber meiner Meinung nach ist dieser Vergleich wirklich passend. Deswegen werde ich auch nächstes Jahr wieder Eier zu Ostern bunt färben.
Solltet ihr weitere Deutungen zur Tradition der Ostereier von euren Eltern, Großeltern oder Bekannten überliefert bekommen haben, die Kommentare bieten viel Raum um sie weiterzutragen. Meinungen zur obigen Interpretation und zu den Bildern finden dort natürlich genauso ihren Platz. Ansonsten wünsche ich ein besinnliches und schönes Osterfest und viel Spaß beim Eierfärben.






Wandlung ist notwendig, wie die Erneuerung der Blätter im Frühling. Vincent van Gogh
Der Begriff Wandlung bezeichnet jegliche Art der Veränderung. Und Veränderung ist passiert. Im Blog. Wer hier von Anfang an mitgelesen hat, wird es mitbekommen haben. Zuerst haben sich die Thumbnails meiner flickr-Favoriten aus der Sidebar verdrückt. (Gründe dafür habe ich hier erläutert.) Danach ist die komplette Sidebar verschwunden und hat damit der Contentspalte mehr kreativen Raum gegeben. Die SocialMedia Button sind ersetzt worden. (Oben rechts auf jeder Seite zu finden.) Ob ich mit diesen aber so richtig warm werde, weiß ich im Moment noch nicht. Irgendwie bezweifel ich dies ja. Mal sehen. So. Dies ist alles schon nach und nach in den vergangenen Wochen passiert. Aber irgendwie war das auch keine wirkliche Erwähnung wert. Kommen wir jetzt aber zu zwei kompletten Neuigkeiten. Die Navigationsleiste ist gewachsen. Erklärungen folgen.
Portfolio. Tja, um was könnte es sich bei einem Portfolio schon handeln? Ich werde dort einige meiner Fotos in kleinen Sammlungen zeigen. Es wird immer mal aktualisiert und vermutlich aus kleinen, zusammenhängenden Fotoserien zu einem Oberbegriff bestehen. Ein Klick auf eines der Übersichtsbilder öffnet die jeweilige Serie. Viel Spaß beim Durchblättern.
Wall. Eine Wand. Vollgeklatscht mit Links. Links zu meinen Lieblingsblogs, zu Bilderserien die mich faszinieren und vielen anderen interessanten Dingen. Ein Klick und Blick lohnt sich.
Mal sehen wie lange es dauert, bis ich einen ähnlichen Artikel schreiben werde/muss.
UPDATE: Die SocialMedia Button sind gänzlich verschwunden. Irgendwie mochte ich diese albern-bunten Button nicht mehr. Die Links sind jetzt auf der Wall unter Social Media. zu finden.
Als vor einigen Wochen die letzten Klausuren geschrieben waren und die Uni einem ein bisschen Zeit zum Durchatmen gewährte, der Frühling langsam immer deutlicher zu Spüren war und das Vogelgezwitscher einen tollen Tag vermuten lies, wollte ich mal wieder etwas Licht hinter den Vorhang lassen. Ich schnappte die Kamera, Kopfhörer und das iPhone und setzte einen behutsamen, doch zugleich entschlossenen Schritt vor die Tür. Unerwartet schnell war all das gute Gefühl, welches mich noch Sekunden vorher antrieb, verschwunden. Missmut machte sich breit. Die Beklommenheit kehrte zurück, welche ich einige Zeit vergessen hatte, pünktlich wie immer. Die Angst, den Vorhang geschlossen halten zu müssen, hinterließ einen Kloß, den es erst einmal zu verdauen galt.
Zurück in der Wohnung, Tasche in die Ecke, Espressomaschine an. Der Geruch von frischen Bohnen ist einfach herrlich. Dies nur mal am Rande. Mit der Tasse und einem Keks am Schreibtisch, las ich einige meiner Lieblingsblogs und dachte über die Situation nach. Darüber hatte ich doch schon mal geschrieben. Was waren noch mal die Kommentare? Hatte da nicht jemand einen Tip gegeben? Aufregung. Such. Schnell. Klick. Der Browser hakt. Ich fluche. Refresh. Nun ist er da. Blogeintrag finden. Los. Da. Jan war es. Ein Tip, der einfacher nicht hätte sein können. Ich sollte also einen mir fremden Ort finden. Unvoreingenommen hinfahren, die Szenerie durch die Kamera erleben. Fotos machen.
Schnell war er gefunden. Relativ in der Nähe sollte sich ein See befinden, welcher mit einem Umweltbildungszentrum in Verbindung stand. Es gibt Angebote und Projekte zu Pflanzen, zum Wasser, allgemein zur Natur. Der Dowesee. Klingt doch super. Noch schnell einen Keks, Schuhe wieder an und los. Diesmal blieb die gute Laune. Die Euphorie. Als ich am See ankam, sah ich jedoch nicht viel mehr als Zäune, Bagger, hörte elektrische Heckenscheren surren und das dumpfe Aufschlagen von Gummihämmern auf Stein. Es wurde gebaut. Und wie. Neue Pflanzen, neue Beetbegrenzungen, Erneuerung von Wegen und Treppen. Der Winter hatte wohl auch hier ein Chaos hinterlassen. Enttäuscht führte der Weg wieder nach Hause.
Anfang der Woche dann der nächste Versuch. Zusammen mit Timo und Jan zog es mich wieder zu besagtem See. Die Bauarbeiten waren größtenteils abgeschlossen. Hier und da wurde zwar noch etwas gepflanzt oder auch ein neuer Randstein gesetzt, was allerdings nicht weiter störte. Und es hat sich gelohnt. Ruhig und abgelegen von Hauptdurchfahrtsstraßen Braunschweigs. Abseits vom Lärm des täglichen, hektischen Lebens. Neben den Blumen standen Schilder. Sie verrieten ihre Namen. Zielen über Kimme und Korn und anschließendes Ablesen eines Namens auf einem Rad, identifizierte Bäume. Sogar ein Reh lief, bis ich es mit meiner Kamera zu finden versuchte, seelenruhig über die Wiese. Alles in allem ein wirklich toller Ort. Und das Beste; ich habe endlich mal wieder Bilder gemacht.







